Korruption in der Privatwirtschaft ist für Manager ein „Tabuthema“...
Die Korruption in privaten Unternehmen in Rumänien macht etwa 60% aller Formen von internem Unternehmensbetrug aus, verglichen mit 40% in westeuropäischen Ländern. Für die meisten Manager sind diese Betrügereien ein Tabuthema, so die Corporate Intelligence Agency, ein Unternehmen, das sich auf Nachrichtendienste und Risikomanagement für den privaten Sektor spezialisiert hat.
"Berufsbedingter Betrug betrifft absolut alle Unternehmen, und Rumänien ist da keine Ausnahme. Die Besonderheit des Phänomens auf lokaler Ebene ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie z. B. eine weniger entwickelte Organisationskultur als in anderen Ländern, das Fehlen regelmäßiger Kontrollen und das Fehlen von Kontrollmechanismen für die Tätigkeit von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen in Unternehmen", sagt Gabriel Zgunea, CEO der Corporate Intelligence Agency.
Nach Angaben des Unternehmens, Betrug nimmt im Bereich der Produktion und Lagerung "astronomische" Ausmaße anin denen ein Interessenkonflikt mit Machtmissbrauch einhergeht.
Neben dem Diebstahl aus dem Produktions- und Lagerbereich gehören private Korruption und der Diebstahl von Waren und Geld aus dem Unternehmensvermögen zu den häufigsten Betrugsformen in Rumänien.
Die Situation in Rumänien ähnelt in Dynamik und Ausmaß anderen mittel- und osteuropäischen Ländern wie Polen, Ungarn, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Kroatien und Bulgarien.
Internationale Statistiken zeigen, dass in den letzten zwei Jahren 98% Privatunternehmen von innen heraus betrogen wurden.
Der durchschnittliche Schaden, den ein Unternehmen durch internen Betrug erleidet, beträgt 170.000 € pro Fall.